Zukünftig mehr Netto vom Brutto

Das Wort netto stammt aus dem Italienischen und heißt zu Deutsch rein, oder auch
bereinigt. In Deutschland ist das Nettogehalt ein Teil vom Bruttogehalt. Das Gehalt, auch als Bruttoverdienst bezeichnet, wird um Steuern und Abgaben bereinigt, die der Arbeitnehmer zu zahlen hat. Das kann sowohl manuell als auch mit einem Brutto Netto Rechner geschehen. Das Ergebnis einer solchen Brutto Netto Umrechnung ist letztendlich das Nettogehalt, sprich das Netto vom Brutto.

Wieviel Netto bleibt vom Bruttogehalt?


Arbeitnehmer klagen über hohe Abzüge vom Brutto

Ein große Teil der Reduzierung von brutto auf netto ist die Lohnsteuer. Das ist die Einkommensteuer, die in Deutschland Angestellte und Arbeiter zu zahlen haben. Sie wird vom Gehalt einbehalten, und der Arbeitgeber zahlt sie monatlich an das Betriebsfinanzamt. Die Lohnsteuer berechnet sich nach verschiedenen Lohnsteuerklassen, die sich vorwiegend am Familienstand des Steuerpflichtigen orientieren. Mit einem Brutto Netto Rechner lässt sich bei wenigen Eingaben auf den Cent genau ausrechnen, wie hoch die Lohnsteuer gemessen am Gehalt ist. Daran gekoppelt sind in jeweils unterschiedlicher prozentualer Höhe der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Bei der Brutto Netto Umrechnung sind das die Reduktionen, die ausschließlich zu Lasten des Arbeitnehmers gehen. Sie sind Bestandteil der so genannten Abzüge, unter denen umgangssprachlich alle Einzelbeträge subsummiert werden, die vom Bruttogehalt abgezogen werden. Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag erhält die öffentliche Hand, während die Kirchensteuer an die jeweilige Kirche weitergeleitet wird. In einigen Ausnahmefällen wird sie auch direkt erhoben und eingezogen. Eine Erhöhung der Lohnsteuer bezieht sich automatisch auch auf die Kirchensteuer und auf den Solidaritätszuschlag. Im Gegensatz zu den Arbeitnehmern zahlen Selbständige und Freiberufler ihre Einkommensteuer jährlich im Nachhinein. Je nach Höhe der Veranlagung zur Einkommensteuer werden in den Folgejahren vierteljährliche Vorauszahlungen erhoben, die anschließend mit der endgültigen Steuerschuld verrechnet werden.

Bei der Brutto-Netto Umrechnung werden weiterhin die Sozialversicherungsbeiträge berücksichtigt, sprich vom Brutto abgezogen. Dabei handelt es sich um den Arbeitnehmeranteil zu den Teilbereichen Kranken- und Pflegeversicherung, Arbeitslosen- und Rentenversicherung, sowie um die Umlage zum Mutterschaftsgeld. Diese Einzelbeträge werden, zusammen mit dem Anteil des Arbeitgebers, monatlich von ihm an die vom Arbeitnehmer ausgewählte Krankenversicherung sowie an den zuständigen Rentenversicherungsträger überwiesen. In allen Fällen kann und muss sich der Arbeitnehmer darauf verlassen können, dass alle Zahlungen pünktlich und vollständig geleistet werden. Das ist eine der obersten Pflichten des Arbeitgebers; auch vor dem Hintergrund, dass es sich bei dem Teilbetrag des Arbeitnehmers um eine Summe handelt, die dem Arbeitgeber nicht gehört. Wenn der Arbeitnehmer aufgrund der Höhe des Bruttoverdienstes privat krankenversichert ist, wird ihm der Arbeitgeberanteil an der Kranken- und an der Pflegeversicherung ausgezahlt. Um diese Summe erhöht sich sein Nettoverdienst. Der Arbeitnehmer ist Versicherungsnehmer, und er muss seinerseits den Monatsbeitrag für Kranken- und Pflegeversicherung an den Versicherer bezahlen. Rechnerisch setzt sich diese Monatssumme aus dem Arbeitgeber- und aus dem Arbeitnehmeranteil zusammen. Der Brutto Netto Rechner berücksichtigt diese Situation automatisch, wenn dazu die entsprechende Eingabe gemacht wird.

Als Faustregel gilt in Deutschland, dass die Sozialabgaben reichlich zwanzig Prozent vom Bruttoverdienst betragen. Hinzukommt der Bereich Steuern, so dass es in der Steuerklasse I für Ledige durchaus möglich sein kann, dass vom Bruttogehalt letztendlich kaum mehr als fünfzig bis sechzig Prozent für das Nettogehalt übrigbleiben.